BIOGRAFIE

Frank Hilbrich
Foto: www.imarco.de

Der Regisseur Frank Hilbrich inszeniert an Opernhäusern und Theatern in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zuletzt erregte er Aufmerksamkeit mit der Uraufführung von Giorgio Battistellis "Lot" an der Staatsoper Hannover. Weitere wichtige Arbeiten der letzten Jahre waren die Uraufführung von Hans Thomallas "Kaspar Hauser" am Theater Freiburg, Verdis "Rigoletto" am Aalto-Theater Essen, Henzes "Die Bassariden" am Nationaltheater Mannheim und Janaceks "Das schlaue Füchslein" an der Dresdner Semperoper. Zahlreiche seiner Arbeiten wurden in Kritikerumfragen zur "Inszenierung des Jahres" oder "Aufführung des Jahres" nominiert.


Von 2005 bis 2013 lag ein besonderer Schwerpunkt von Hilbrichs Arbeit auf der Auseinandersetzung mit dem Werk Richard Wagners. Nach "Parsifal" in Kiel und den "Die Meistersinger von Nürnberg" in Halle (2007) erarbeitete er den kompletten "Ring des Nibelungen" (2010), "Lohengrin" (2012) und erneut "Parsifal" (2013) in einer viel beachteten Wagner-Reihe am Theater Freiburg. Einladungen zu zahlreichen Podiumsdiskussionen und Runfunkveranstaltungen zum Thema Wagner schlossen sich an. 


In den letzten Jahren trat Frank Hilbrich verstärkt mit Aufführungen von Werken des 20. Jahrhunderts und Uraufführungen hervor. Wichtige Inszenierungen waren unter anderem Brittens "The Turn of the Screw" (Theater Bremen/Nationaltheater Mannheim), Kreneks "Jonny spielt auf" (Nationaltheater Weimar), Richard Ayres "Peter Pan" (UA/Oper Stuttgart) sowie eine Reihe von Produktionen an der Staatsoper Hannover (Hartmanns "Simplicius simplicissimus", Schostakowitschs "Lady Macbeth von Mzensk" und Glanerts "Caligula").

 

2013 fand seine Interpretation von Kálmáns "Die Csárdásfürstin" am Theater Freiburg große Beachtung. Ihr voraus ging mit Künnekes "Vetter aus Dingsda" am Theater Bremen eine weitere Operettenproduktion, für die er gemeinsam mit dem Dirigenten Florian Ziemen den Ansatz einer "historisch informierten Aufführungspraxis" entwickelte.

Weitere wichtige Häuser an denen Hilbrich inszenierte waren unter anderem an das Theater Basel, die Bregenzer Festspiele, das Staatstheater Saarbrücken und die Komische Oper Berlin. I

 

Frank Hilbrich ist in Bremen geboren und sammelte seine ersten professionellen Theatererfahrungen Ende der 1980er Jahre im Jugendclub des Bremer Schauspiels unter Günter Krämer. Kurzzeitig war er als TV-Schauspieler bei Radio Bremen tätig, entschied sich dann aber für die Regielaufbahn und wurde Assistent an der Hamburgischen Staatsoper, dem Bremer Theater, den Bregenzer Festspielen und ab 1993 fest an der Staatsoper Stuttgart unter Intendant Klaus Zehelein. Wichtige Begegnungen für ihn waren die Zusammenarbeit mit den Regisseuren Ruth Berghaus, Jürgen Gosch, Jossi Wieler und besonders Hans Neuenfels. Ab 1998 entstanden erste eigene Regie-Arbeiten.

Von 1999 bis 2002 war Frank Hilbrich Oberspielleiter des Musiktheaters und stellvertretender Operndirektor am Staatstheater Schwerin, wo er gemeinsam mit Operndirektor Ivan Törzs erstsmals überregional auf sich aufmerksam machte. Seit 2002 ist freiberuflich tätig. 

 



LEHRE


Von 2006 bis 2013 war Frank Hilbrich regelmäßiger Dozent bei Frontstage an der Musikakademie Basel, wo er in themenbezogenen Workshops junge Opernsänger in Schauspiel unterrichtete.

Weitere Workshops gab er u.a. an der Franz-Liszt-Musikakademie Budapest.

2011 übernahm er erstmals eine Gastprofessur an der Universität der Künste Berlin. Die in diesem Rahmen erstellte Produktion "Allgemeine Verunsicherung" wurde in der Zeitschrift "Opernwelt" zur "Aufführung des Jahres" nominiert.

Seit Beginn des Studienjahrs 2013/14 ist Frank Hilbrich fester Professor und Leiter des szenischen Unterrichts im Studiengang Gesang/Musiktheater an der Universität der Künste.